Tierärztlicher Notdienst für die Stadt Neubrandenburg

  • wird von den Tierärzten untereinander aufgeteilt
  • zu finden in der Tagespresse (z. B. Mecklenburger Blitz)
  • oder in der Ansage auf unserem Anrufbeantworter
  • bitte rufen Sie immer in der jeweiligen Praxis an, machen Sie sich nicht direkt auf den Weg, damit wichtige Informationen vorab abgesprochen werden können

 

Bitte beachten Sie folgende Hygienehinweise

 

  • bitte halten Sie den empfohlenen Abstand von 1,5 m zu anderen Tierbesitzern und den Praxismitarbeitern ein

 

  • bitte tragen Sie einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz

 

  • nur 1 Tierbesitzer (wenn möglich keine Kinder und keine älteren Personen) kommt mit dem erkrankten Tier ins Wartezimmer

 

  • bitte beachten Sie die Husten- und Niesetikette

 

  • Sollten Sie an einer Erkältungskrankheit leiden, nehmen Sie bitte bevor Sie die Praxis betreten telefonisch Kontakt mit uns auf, wir besprechen dann das weitere Vorgehen mit Ihnen

 

Stressfrei zum Tierarzt

  • grundsätzlich gilt:
    • Versuchen Sie es doch einmal mit Medical Training. Dabei üben Sie gemeinsam mit Ihrem Tier kleine Untersuchungen ganz in Ruhe zu Hause. So nehmen Sie sich und Ihrem Tier viel Stress und stärken ganz neben bei Ihre Beziehung
    • vereinbaren Sie vorab einen Termin
    • bleiben Sie selbst ruhig, dann kann es auch ihr Tier
    • kommen Sie bei Fragen oder Problemen auf uns zu, wir helfen Ihnen gerne weiter - gemeinsam für Ihr Tier!
  • für Katzen:
    • Vorbereitung ist alles:

           Bitte verstecken Sie die Transportbox nicht im Keller oder auf dem Dachboden. Wenn sie immer für die Katze zugänglich in der Wohnung steht und vielleicht auch noch ein bequemes Liegekissen oder ab und an ein Leckerli zum Betreten einladen, wird Ihr Stubentiger wahrscheinlich nicht unter der Couch verschwinden, wenn Sie die Box in die Hand nehmen. Auch das Einsteigen, Schließen und wieder Öffnen der Tür kann gerne auch ohne Tierarztbesuch geübt werden. Das Hereinsetzen der Katze in die Box ist oft einfacher, wenn sich Diese oben öffnen lässt. 

    • die Fahrt zum Tierarzt:

           Haben Sie Ihre Katze erfolgreich "verpackt" ist es für viele Katzen sehr angenehm, wenn Sie eine Decke, die sonst auf einem Liegeplatz liegt, über die gesamte Box legen und damit eine Höhle schaffen. Sollte es im Auto lautstarke Gesänge geben - das ist normales Katzenverhalten, also stimmen Sie gerne mit ein. Manche Katzen werden ruhiger, wenn das Radio an ist, andere beeindruckt das leider nicht.

    • im Wartezimmer:

           Heil angekommen stellen Sie den Transportkorb, wenn möglich, auf einem freien Stuhl oder anderweitig erhöht, aber sicher, ab. Bitte öffnen Sie die Box nicht, um Ihre Katze zu beruhigen oder gar heraus zu holen. Sollte ein neugieriger Hund Ihrer Katze zu nahe kommen, beschützen Sie sie bitte.

    • bei der Behandlung:

           Jetzt kommen wir ins Spiel. Wir sind stets bemüht, die Untersuchung und die Behandlung so sanft wie möglich zu gestalten. Je nach Vorhaben unsererseits und Verhalten der Katze sind Zwangsmaßnahmen aber manchmal unumgänglich.

    • Der Heimweg und das Ankommen zu Hause:

           Für die Autofahrt gilt das gleiche wie für die Hinfahrt. Sollte die Behandlung stressig gewesen sein, versuchen Sie selbst Ruhe auszustrahlen, nur so kann Ihre  Katze sich auch wieder beruhigen. Zu Hause angekommen stellen Sie die Box in einem ruhigen, der Katze bekannten Raum ab und kommen Sie erstmal an. Dann öffnen Sie die Box. Manche Katzen steigen nicht sofort aus, manche verstecken sich erstmal und kommen nach ein paar Stunden erst wieder hervor, manch ein Freigänger muss dann dringend raus, manche Katze ist auch direkt wieder wie immer - alles ist möglich und völlig normal. Haben Sie mehrere Katzen kann es sinnvoll sein, sie erst wieder zusammen zu lassen, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist.

 

  • für Hunde:
    • Vorbereitung und Anfahrt: 
      • Bitte füttern Sie Ihren Liebling nicht direkt vor der Abfahrt zum Tierarzt, einerseits wird kommt es so nicht zu Übelkeit während der Fahrt, andererseits können wir während der Behandlung leichter mit Leckerlies bestechen. Sollte Ihr Hund an Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, bringen Sie gerne die passenden Leckerlies von zu Hause mit. Bitte machen Sie vor dem Tierarztbesuch keinen Sport mit Ihrem Vierbeiner. Verwenden Sie ein gut sitzendes Halsband oder Geschirr mit Leine, so ist Ihr Hund leichter zu führen (Metall- oder sich zuziehende Halsbänder sind für den Tierarztbesuch ungeeignet). Sollte es Ihre Zeit erlauben, gehen Sie gerne vor dem Betreten der Praxis noch eine kleine Runde "um den Block", das trägt sicher zur Entspannung bei.
    • in der Praxis:
      • Im Wartezimmer halten Sie die Leine bitte kurz und lassen möglichst keinen Kontakt zu anderen Tieren zu. Katzen und kleine Heimtiere fühlen sich schnell bedroht und auch bei anderen Hunden weiß man ja nie, ob nicht doch eine ansteckende Erkrankung vorliegt. Haben wir Sie aus dem Wartezimmer abgeholt, wird meist noch ein kleiner Zwischenstopp zum Wiegen eingelegt. Ermuntern sie Ihren Liebling ruhig, die Waage selbstständig zu betreten, das klappt im Allgemeinen von mal zu mal besser. Bei Problemen sind wir natürlich für Sie da. Im Behandlungszimmer können Sie die Leine lösen. Die Untersuchung findet je nach Fall auf dem Behandlungstisch oder auch auf dem Fußboden statt. Wir besprechen mit Ihnen, wie Sie uns und Ihren Hund unterstützen können. Beim Verlassen des Behandlungsraumes weiß er oder sie meist sofort, wo es zum Ausgang lang geht, also einfach hinterher. Auch hier möglichst auf Kontakt zu anderen Tieren verzichten. Sollte in der Praxis "ein Malheur" passieren (leider sind manche Ecken bei den Rüden recht beliebt), sagen Sie uns bitte Bescheid, damit wir schnellstmöglich für Sauberkeit sorgen können.
    • Die Heimfahrt stellt im Allgemeinen keine große Herausforderung dar. Nun ist es ja geschafft.

  

 Impfung für Hühner in Hobbyhaltung - Impfempfehlung gemäß StIKoVet

 

Nach den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen dürfen weder Lebend- noch Inaktivatimpfstoffe an nicht gewerbs- und berufsmäßige Geflügelhalter abgegeben werden. Die Impfung von Hobbygeflügel gegen die Newcastle-Krankheit (ND) muss daher von einem Tierarzt durchgeführt werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich angesichts der relativ geringen Tierzahlen, den ND-Impfstoff im Hobbybereich individuell zu applizieren. Auf diese Weise wird eine optimale Impfabdeckung in der Herde/Gruppe erzielt. Bei der Einzelapplikation werden Lebendimpfstoffe oral eingegeben oder oculo-nasal getropft. Grundsätzlich besitzt das Virus der Newcastle-Krankheit zoonotisches Potential. Obwohl die Lebendimpfstoffe für den Menschen unschädlich sind, sollten Kleinkinder und immunsupprimierte Personen eine Exposition meiden. Beim Kontakt des Impfstoffes mit den Augen kann es zu Konjunktivitiden kommen. Dies ist besonders bei der Sprayapplikation relevant. Die Impfung sollte grundsätzlich unter Verwendung von geeigneter Schutzkleidung vorgenommen werden.  
Inaktivatimpfstoffe sind in der Herstellung teurer als Lebendimpfstoffe. Sie müssen aufgrund der vom Hersteller angegebenen, längeren Dauer der Immunität aber seltener verabreicht werden. Entsprechend müssen die Vögel nicht alle ca. 6 Wochen nachimmunisiert werden. Zudem wird bei Verwendung von Inaktivatimpfstoffen vermieden, dass NDV im Bestand und möglicherweise in der Umwelt zirkuliert. Die Hersteller der Inaktivatimpfstoffe raten zu einem zweistufigen Immunisierungsschema bestehend aus einer ersten Immunisierung mit einem Lebendimpfstoff gefolgt von einer zweiten Immunisierung im Abstand von mindestens 4 Wochen mit einem homologen Inaktivatimpfstoff. In diesem Fall wird die Dauer der Immunität mit einer Legeperiode angegeben. Untersuchungen unter Feldbedingungen in Gegenwart von zirkulierendem, virulentem Virus zeigten, dass die einmalige Applikation eines Inaktivatimpfstoffes einen vergleichbaren Schutz vermittelt, wie die einmalige Applikation eines Lebendimpfstoffes. Das zweistufige Immunisierungsschema bewirkte aber eine deutlich bessere Schutzwirkung durch die Stimulation der lokalen humoralen sowie zellvermittelten Immunität insbesondere an der Eintrittspforte des Erregers. Bei einer einmaligen Applikation des Inaktivatimpfstoffes kann also nicht von einem langanhaltenden Schutz ausgegangen werden. 
Die Impfstoffe werden für den kommerziellen Geflügelbereich produziert. Daher sind nur Einheiten mit 1000 Dosen verfügbar. Die Lebendimpfstoffe sind in der Herstellung aber so kostengünstig, dass es kaum ins Gewicht fällt, wenn nach Impfung eines kleinen Bestandes die restlichen Dosen verworfen werden. Während des Zulassungsprozesses werden die Impfstoffe grundsätzlich in Überdosis getestet. In der Regel verursachen zehnfache Überdosierungen nicht mehr Nebenwirkungen als sie mit der einfachen Dosis beobachtet werden. Dennoch sollte für die Anwendung eine entsprechende Vorverdünnung angelegt und der nicht verwendete Rest durch Desinfektion oder Erhitzung inaktiviert werden.
Wie oben erwähnt, müssen die Lebendimpfstoffe nach Rekonstitution innerhalb von zwei Stunden verbraucht werden. Die Inaktivatimpfstoffe müssen innerhalb eines Arbeitstages verbraucht werden. Bei diesen teureren Impfstoffen bietet es sich an, z.B. mit lokalen Geflügel- oder Kleintierzuchtvereinen koordinierte Impftermine zu vereinbaren. Dabei sollte der Tierarzt die jeweiligen Haltungen aufsuchen. Einzeltiere können auch in die Praxis einbestellt werden. Sammeltermine, bei denen Vögel aus unterschiedlichen Haltungen zusammengebracht werden, sollten dagegen aus seuchenhygienischen Gründen nur unter entsprechenden Hygiene- und Kontrollmaßnahmen (räumliche Abschirmung der Tiere unterschiedlicher Gruppen, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen zwischen Tieren unterschiedlicher Besitzer, Wechsel des Impfbesteckes etc.) durchgeführt werden.
Bei Zukäufen sollte grundsätzlich der Impfstatus erfragt werden. Junghennen, die von kommerziellen Züchtern verkauft werden, sind in der Regel grundimmunisiert. Sie sollten idealerweise mindestens einmal mit einem Lebend- und einmal mit einem Inaktivatimpfstoff immunisiert sein. Dann kann von einem Immunschutz über die gesamte Legeperiode ausgegangen werden.
 
Folgendes Immunisierungsschema wird empfohlen:
 
Grundimmunisierung
Im Alter von
2-3 Lebenswochen   die Immunisierung mit einem Lebendimpfstoff 
9-12 Lebenswochen    die Immunisierung mit einem Lebendimpfstoff
zwischen 14 und 16 Lebenswoche die Immunisierung mit einem Inaktivatimpfstoff.
 
Wiederholungsimpfung:
Die Dauer der Immunität wird bei diesem Impfregime mit einer Legeperiode angegeben. Daher ist nach dieser Grundimmunisierung eine einmalige, jährliche Wiederholungsimpfung mit einem Inaktivatimpfstoff in der Regel ausreichend.
 
Bei unbekanntem Impfstatus sind die Tiere einmalig mit einem Lebendimpfstoff und im Abstand von vier bis sechs Wochen mit einem Inaktivatimpfstoff zu immunisieren.
 
Der Tierhalter hat gemäß Gefügelpest VO Aufzeichnungen über die ND-Impfung der Tiere zu führen.
 
Praktisch umgesetzt kann das Impfschema für einen dauerhaften Schutz bei Ihren Hühnern so aussehen:
 
Die erste Impfung führen Sie selbst mit Hilfe einer Tropfpipette bei Ihren Hühnern durch. Lebendimpfstoff und notwendiges Zubehör bekommen Sie von uns. Danach sind Ihre Tiere für etwa sechs Wochen geschützt.
Vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung kommen wir zu Ihnen nach Hause oder Sie mit den Hühnern zu uns in die Praxis und sie bekommen den Inaktivatimpfstoff injiziert. Für einen dauerhaften Schutz muss die Injektion jährlich wiederholt werden, wie bei Hund, Katze und Kaninchen auch.